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Child BMI Calculator – CDC Percentile for Ages 2–19

Calculate BMI for children and teens aged 2–19 with CDC growth chart percentile. Get age- and sex-specific classification: underweight, healthy weight,.

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BMI bei Kindern und Jugendlichen

Der Body-Mass-Index (BMI) bei Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 18 Jahren wird anders bewertet als bei Erwachsenen. Da Kinder wachsen und sich körperlich verändern, ist der BMI alters- und geschlechtsspezifisch – er wird als Perzentile auf Wachstumskurven eingeordnet, nicht als fester Grenzwert.

Formel: BMI = Körpergewicht (kg) / Körpergröße (m)²

Die Berechnung ist identisch mit dem Erwachsenen-BMI. Die Einordnung erfolgt jedoch anhand von Referenzwerten der Bevölkerungsstichprobe, die nach Alter (in Jahren und Monaten) und Geschlecht getrennt vorliegen.

In Deutschland basieren die Referenzwerte auf der KiGGS-Studie (Kinder- und Jugendgesundheitssurvey) des Robert Koch-Instituts, die repräsentative Daten von Kindern im Alter von 0–17 Jahren erhoben hat. International werden häufig die CDC-Wachstumskurven (USA) oder die WHO-Referenzwerte verwendet.

Kinder-BMI Perzentilen: Einordnung

In Deutschland werden folgende Perzentilen-Kategorien verwendet, die sich an den KiGGS-Referenzwerten und den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Adipositas im Kindes- und Jugendalter (AGA) orientieren:

Was bedeutet eine Perzentile? Ein Kind auf der 75. Perzentile hat einen BMI, der höher ist als der von 75 % der Kinder gleichen Alters und Geschlechts – aber das ist im Normalbereich. Die Perzentile beschreibt die relative Position, nicht einen absoluten Grenzwert.

Wichtig: Ein einmaliger BMI-Wert ist weniger aussagekräftig als die Verlaufskurve. Springen die Werte über Monate oder Jahre kontinuierlich in höhere Perzentilen, ist das ein stärkeres Warnsignal als ein einzelner Messwert nahe der 90. Perzentile.

Warum Kinder-BMI nicht wie Erwachsenen-BMI bewertet wird

Erwachsene haben eine stabile Körperzusammensetzung, die einen fixen BMI-Grenzwert (z. B. 25 für Übergewicht) rechtfertigt. Bei Kindern verändert sich die Körperzusammensetzung jedoch dramatisch mit dem Alter:

Ein BMI von 18 kann bei einem 6-jährigen Kind normal sein, bei einem 14-Jährigen auf Untergewicht hinweisen. Ohne alters- und geschlechtsspezifische Referenzwerte wäre eine Interpretation des Kinder-BMI irreführend.

Hinzu kommt: Der BMI bei Kindern sollte stets vom Kinderarzt im Kontext betrachtet werden – zusammen mit Wachstumskurven, Entwicklungsstand, familiärer Körperbaugeschichte und Aktivitätsgrad. Er ist ein Screening-Werkzeug, kein Diagnose-Instrument.

Übergewicht und Adipositas bei Kindern in Deutschland

Laut der KiGGS-Welle 2 (2014–2017) des Robert Koch-Instituts sind in Deutschland:

Jungen und Mädchen sind in etwa gleich häufig betroffen. Sozioökonomische Faktoren spielen eine erhebliche Rolle: Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus und Kinder mit Migrationshintergrund sind statistisch häufiger übergewichtig.

Risikofaktoren für kindliches Übergewicht:

Frühintervention lohnt sich: Kindliches Übergewicht persistiert häufig ins Erwachsenenalter. Studien zeigen, dass über 50 % der übergewichtigen Schulkinder als Erwachsene übergewichtig bleiben. Programme wie das KIDS-Programm oder die AGA-zertifizierten Gewichtsreduktionsprogramme für Kinder zeigen gute Ergebnisse bei frühzeitiger Intervention.

Gesunde Gewichtsentwicklung bei Kindern fördern

Der beste Ansatz ist keine intensive Gewichtsreduktionsdiät, sondern die Förderung eines gesunden Lebensstils, der das Kind in seiner Entwicklung begleitet. Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) und des Robert Koch-Instituts:

Ernährung:

Bewegung:

Schlaf: Ausreichend Schlaf ist essentiell für die Gewichtsregulation. Empfehlungen: Grundschulkinder 9–11 Stunden, Teenager 8–10 Stunden pro Nacht.

Wann zum Kinderarzt?

Der Kinder-BMI-Rechner ist ein Hilfsmittel zur Orientierung – er ersetzt keine ärztliche Untersuchung. Suchen Sie einen Kinderarzt auf, wenn:

In Deutschland bieten die Früherkennungsuntersuchungen (U-Untersuchungen) und J-Untersuchungen regelmäßige Gelegenheiten zur Einschätzung des Wachstums und der Entwicklung. Die U9 (5–6 Jahre), U10, U11 und J1 (12–14 Jahre) beinhalten systematisch Gewichts- und Größenmessungen.

Bei festgestelltem Übergewicht bieten viele Krankenkassen Erstattungen für zertifizierte Präventionsprogramme wie Moby Dick, OBELDICKS oder Kinderleicht. Sprechen Sie Ihren Kinderarzt auf diese Möglichkeiten an.

Frequently Asked Questions

Ab welchem BMI gilt ein Kind als übergewichtig?

In Deutschland gilt ein Kind als übergewichtig, wenn sein BMI auf der altersspezifischen Wachstumskurve die 90. Perzentile (P90) überschreitet. Adipositas liegt ab der 97. Perzentile (P97) vor. Diese Grenzwerte basieren auf den KiGGS-Referenzwerten des Robert Koch-Instituts. Da der Grenzwert mit Alter und Geschlecht variiert, gibt es keinen fixen BMI-Wert – nur Perzentilen.

Kann ich den Erwachsenen-BMI-Rechner auch für Kinder nutzen?

Nein. Der Erwachsenen-BMI verwendet fixe Grenzwerte (z. B. 25 für Übergewicht), die für Kinder nicht gelten. Bei Kindern muss der BMI als Perzentile auf alters- und geschlechtsspezifischen Wachstumskurven eingeordnet werden. Ein BMI von 18 kann bei einem 14-Jährigen Untergewicht bedeuten, bei einem 6-Jährigen aber vollkommen normal sein.

Wie oft sollte ich den BMI meines Kindes messen?

Im Rahmen der regulären Kindervorsorgeuntersuchungen (U9, U10, U11, J1) werden Gewicht und Größe automatisch gemessen und in die Vorsorgeuntersuchungs-Kurven eingetragen. Zuhause ist eine gelegentliche Messung zur Orientierung sinnvoll – allerdings sollte kein übermäßiger Fokus auf Zahlen gelegt werden, der beim Kind Stress oder ein negatives Körperbild erzeugen könnte.

Mein Kind ist auf der 92. Perzentile – ist das ein Problem?

Die 92. Perzentile liegt im Übergewichtsbereich (P90–P97). Das ist ein Hinweis, aber kein Alarm. Wichtiger als ein einzelner Wert ist der Verlauf: Steigt das Kind kontinuierlich in höhere Perzentilen? Zeigt es körperliche oder psychische Beschwerden? Besprechen Sie den Wert beim nächsten Kinderarztermin. Oft reichen einfache Lebensstilveränderungen – mehr Bewegung, weniger Zuckergetränke – um den Trend umzukehren.

Unterscheidet sich die BMI-Beurteilung für Mädchen und Jungen?

Ja. Kinder-BMI-Wachstumskurven sind getrennt für Mädchen und Jungen erstellt, weil sich Körperzusammensetzung und Wachstumsverläufe unterscheiden. Mädchen bauen in der Pubertät mehr Fettgewebe auf, Jungen mehr Muskelmasse. Ohne geschlechtsspezifische Referenzwerte wäre der Vergleich unzuverlässig. Unser Rechner berücksichtigt das Geschlecht bei der Einordnung.